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Die Planspielmethode

Veröffentlicht von Maria Metaxa, SupraTix GmbH (2 months, 1 week ago aktualisiert)


Planspiele vs. Serious Games
Ein Planspiel ist eine Simulation einer Situation aus dem wirklichen Leben, die durch eine Wiedergabe in einem einfachen Modell, also einer Story, dargestellt ist. Planspiele und Serious Games haben viele Gemeinsamkeiten: sie haben beide bestimmte Lernziele, einen vorgegebenen Rahmen der Story, konkrete Spielregeln und eine Simulationssituation, in der Teilnehmende konkrete Handlungen ausführen sollen. Planspiele und Serious Games sind beide interaktiv, da die Umwelt im Spiel auf die Handlungen der Teilnehmenden reagiert. Der größte Unterschied zwischen den zwei Simulationen liegt in der Ausführung: Planspiele sind größtenteils analog und fordern einen intensiven Austausch zwischen den Teilnehmenden, während Serious Games komplett digital sind. Aus diesem Grund ist die Anpassung der Schwierigkeitsstufen an das Lernniveau der Lernenden einfacher bei Serious Games als bei Planspielen.

Business Planspiele
„Business Planspiele“ stellen die am weitesten verbreitete Planspielart dar. Dabei geht es um Brettplanspiele, die unterschiedlich konkurrierende Unternehmen simulieren. Sie basieren auf einem ökonomischen Modell und fördern das Erlernen von BWL Theorien. Deshalb ist sehr oft die Erreichung eines maximalen Umsatzes unter verschiedenen finanziellen Bedingungen das Spielziel. Die Aufgaben sind dabei die Berechnung vom Absatz und Umsatz, die anhand eines mathematischen Modells (als eine Art Feedback) durch den Trainer ausgewertet werden. Business Planspiele finden im Rahmen von Seminaren statt, die ein bis drei Tage dauern. In diesem Fall wird im Planspiel das im Seminar erworbene theoretische Wissen angewendet.

Planspielelemente
Bei Planspielen übernehmen die Teilnehmenden verschiedene Rollen, die mit bestimmten Interessen und Perspektiven verbunden sind. Es gibt natürlich immer Spielregeln, die den Freiheitsgrad der benötigten Handlungen vorgeben. Gemeinsame Reflektion ist noch ein wichtiges Planspielelement, da die Teilnehmenden gemeinsam reflektieren und die Ergebnisse ihrer Handlungen diskutieren.

Des Weiteren gibt es allgemein einen Aktions- und Reaktionsbereich. Teil dieses Aktionsbereiches sind mögliche Handlungen wie das Sammeln von Informationen, die Erfindung von Lösungsalternativen und das Treffen von Entscheidungen. Der Reaktionsbereich umfasst den Spielhintergrund und das Feedback der Umwelt auf die Entscheidungen der Teilnehmenden.

Als Materialien kommen beispielsweise Formulare in Frage, die Auskunft über die Story, die mögliche Probleme und die Aufgaben der Teilnehmenden geben sollten. Konkrete Probleme stellen im Rahmen der Story ein herausforderndes Element dar, das die Teilnehmenden durch geeignetes Handeln lösen sollen.
Bei den meisten Planspielen gibt es zwei Spielphasen: Nach der ersten Spielphase folgt die Auswertung: dabei überprüfen die Teilnehmenden gemeinsam die Ergebnisse ihrer Handlungen und die Wirksamkeit ihrer ausgewählten Strategien bei der Bewältigung der Spielaufgaben.


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